Personalentwicklung

Modul-Team 2: Juniorprofessor*innen

Beschreibung der Zielgruppe

Die Gruppe der Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren (JP) bewegt sich im Spannungsfeld zwischen einer reinen Qualifizierungsphase und der Bewährung als Hochschullehrende mit entsprechenden Aufgaben in Forschung, Lehre und Verwaltung. Die Bewährung wird im Rahmen einer bereits nach drei bzw. vier Jahren erfolgenden Zwischenevaluation auf Grundlage des in den „Leitlinien des Präsidiums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zur Zwischenevaluation der Juniorprofessur“ festgelegten Verfahrens durch die jeweiligen Fakultäten festgestellt.  Der Zwischenevaluation schließt sich eine zweite Phase der Juniorprofessur an, die die Laufzeit der Juniorprofessur auf maximal sechs Jahre beschränkt. An deren Ende erfolgt idealerweise die Berufung auf eine reguläre Professur einer anderen Hochschule oder, im Rahmen von Tenure-Track-Verfahren, nach einer erneuten Evaluation gemäß der 2017 erlassenen „Satzung zur Durchführung des Evaluationsverfahrensverfahrens von JP mit Tenure-Track“ eine Verstetigung der Professur an der CAU selbst.

Besonderheiten und Herausforderungen der Zielgruppe

Neuberufene JP, die meist aus der Gruppe der jüngeren Postdoktorand*innen rekrutiert werden, sehen sich neben ihrer Forschungstätigkeit, die zur Etablierung eines eigenständigen Forschungsprofils und durch Drittmittelakquise zum Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe führen soll, sehr früh mit umfangreichen weiteren Aufgaben und Anforderungen konfrontiert. Dazu zählen die eigenverantwortliche Lehre, Aufgaben in der Personalführung und Verwaltung sowie die Mitarbeit in akademischen Gremien. Das Arbeitsumfeld von JP ist fachspezifisch sehr unterschiedlich; teilweise sind JP forschungsbedingt recht eng an andere Arbeitsgruppen angegliedert, andere JP agieren von Anfang an sehr eigenständig. Im Vergleich zum alternativen Qualifizierungsweg der Habilitation im Rahmen einer wissenschaftlichen Tätigkeit in einer bereits bestehenden Arbeitsgruppe kann bei einer Juniorprofessur in der Regel von einem höheren Grad an Selbstständigkeit und übertragener Verantwortung ausgegangen werden.

Zielgruppenspezifische Personalentwicklungsansätze

Aufgrund der höheren Selbständigkeit und Vielfalt an Aufgaben von JP sind zielgruppenspezifische Maßnahmen der Personalentwicklung gerechtfertigt und notwendig. Ziel muss es dabei sein, ein auf das fachspezifische Arbeitsumfeld der JP abgestimmtes Maßnahmenpaket an Fortbildungs- und Mentoring-Angeboten zu etablieren, das den Übergang von der (Post-) Doktorand*innen- auf die JP-Phase unterstützt und primär die externe (und im Rahmen von Tenure-Track auch interne) Berufbarkeit in einem international kompetitiven Umfeld fördert. Dabei kann Personalentwicklung von JP nur im Einklang mit Strukturentwicklung und Hochschulrecht gedacht werden, da sich die Rahmenbedingungen dieses immer noch recht jungen Qualifizierungsweges stetig weiterentwickeln und weiterentwickelt werden müssen. Dazu zählen auch die Klärung bzw. Neudefinition der akademischen und hochschulrechtlichen Stellung ehemaliger Juniorprofessor*innen nach erfolgreichem Abschluss der Juniorprofessur. Wichtig ist auch eine klare institutionelle Verankerung der Juniorprofessur mit entsprechenden Mindeststandards für die Grundausstattung.

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