Personalentwicklung

Das geht: Erfolg auf Augenhöhe

Die Filme AUGENHÖHE und AUGENHÖHEwege liefern Praxisbeispiele einer Zusammenarbeit, die menschlich und ökonomisch erfolgreich ist. Wir fassen den Film für Sie zusammen und sagen, was uns begeistert. (Lesezeit: ca. 4 Minuten)
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Logo: AUGENHÖHEFoto: www.augenhöhe-film.de

 

Warum sind die Filme AUGENHÖHE und AUGENHÖHEwege aus unserer Perspektive sehenswert?
Die Filme sind eine Einladung über die Veränderungen in der Arbeitswelt nachzudenken. Die Halbwertszeit von Wissen nimmt rapide ab, Kundenansprüche und Bedürfnisse von Mitarbeiter*innen verändern sich, Märkte werden immer schneller. An diese Begebenheiten müssen sich Unternehmen und Organisationen anpassen. Die Universität nimmt dabei durch ihren gesellschaftlichen Auftrag und mit ihren Aufgaben, Forschung, Lehre und Transfer, eine tragende, innovative Rolle ein.

Klicken Sie hier, um mehr über die Filme zu erfahren.

Was zeigen die Filme?
Der Film AUGENHÖHE berichtet vom Aufbruch und der Idee, das Miteinanderarbeiten neu zu gestalten und dazu neue Organisationsstrukturen zu schaffen, die menschlich und ökonomisch erfolgreich sind. In diesem Prozess werden Unternehmen, wie Adidas oder HP begleitet. Die beiden Filme AUGENHÖHEwege zeigen beispielhaft in je fünf Unternehmen, z.B. Unilever Deutschland, der Sparda-Bank München oder Hauf-umantis, wie diese Veränderungsprozesse gestaltet wurden. Die Beispiele sind dabei nicht als Best-Practice-Ansätze gedacht, sondern liefern lediglich Ideen aus verschiedenen Blickwinkeln.

Was schätzen die Mitarbeiter*innen, die bereits auf Augenhöhe miteinander arbeiten?
In vielen Interviews schildern Mitarbeiter*innen und Gründer*innen, wie bedeutsam das respektvolle Miteinander ist, um die Interessen, Erfahrungen und Kenntnisse der/des anderen wahrzunehmen und diese in die eigenen Gedanken und Lösungsansätze einzuarbeiten. Ein Klima von wahrem Interesse an Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen, Unterstützung und Eigenverantwortung schafft den Raum, in dem sich Menschen begegnen können, um ihre Potentiale bestmöglich entfalten zu können.

Warum macht das auch auf organisationaler Ebene Sinn?
Die Antwort ist einfach: Weil damit ein Raum frei wird, der Wachstum ermöglicht. Die Basis, auf der gearbeitet wird, ist mehr Vertrauen, weniger Kontrolle. In dem Augenblick, in dem Kontrolle sinkt, wächst Selbstverantwortung und die eigene Arbeitsleistung wird gewissenhafter.

Eine Voraussetzung für diese Form des Zusammenarbeitens ist, dass die Erfahrungen und das Wissen gerne geteilt werden. Konkurrenzdenken weicht dem Miteinander. Gemeinsam werden bessere Lösungen gefunden – und vielleicht werden diese sogar gefeiert, weil dazugelernt wurde. „Selbstverständlich gibt es immer in Projekten, die sich mit immateriellen Werten beschäftigen, Streit. Und den braucht es auch, damit es zu einem guten Ergebnis kommt.“ So Dipl. Janine Kube (Conductor User Experience/ Human Experience von HP Berlin).

Es gibt nicht „sollen“ und „müssen“. Natürlich gibt es Regeln und Strukturen, doch darum geht es nicht. Es geht um „wollen“ und „können“ und zwar in der Reihenfolge. Es ist wichtig, auf Augenhöhe zu bleiben und dies gilt im Grunde für alle Berufssparten. Nur weil ein Arzt über medizinisches Fachwissen verfügt, heißt das nicht, dass er überlegen ist sondern auf Augenhöhe sein Wissen zur Verfügung stellen kann.

Wie sieht Führung auf Augenhöhe aus?
Wichtig ist laut einem Mitarbeiter von adidas „das Loslassen. Das Vertrauen in die Mitarbeiter*innen. Unternehmen wollen die besten Mitarbeiter*innen haben, und wenn sie diese dann haben, dann behandelt man sie wie kleine Kinder. (…) Und da beobachte ich, dass auch im Management ein Umdenken stattfindet“ Ein Nebeneffekt: Die Hierarchien werden flacher.

Sie verschwinden nicht ganz, aber sie sind nicht mehr so wichtig. Vielen großen Konzernen falle es extrem schwer, ihre Arbeitswelt der Komplexität anzupassen, die heute aus der Umwelt auf sie zuströmt, so Thomas Sattelberger (Ehem. Vorstandsmitglied versch. DAX-Konzerne). Dies sei eine der größten Herausforderungen – eine souveräne, diverse und offene Arbeitswelt zu schaffen. Von Führungskräften wird erwartet, dass sie aufgrund ihrer Persönlichkeit und aufgrund ihrer Argumente die Mitarbeiter erreichen und nicht, weil sie Chef sind.

Im Ergebnis berichten alle Unternehmen von großen Anstrengungen im Entscheidungs- und Umsetzungsprozess, das Vertrauen und Mut braucht und davon, dass sich diese Anstrengungen bezahlt machen - menschlich und ökonomisch.

Was uns inspiriert:

Porträt Imke Täufer-Krebs
Imke Täufer-Krebs
 
Mir gefällt besonders die Idee von „Gemeinsam Verstehen - gemeinsam Gestalten - gemeinsam Umsetzen“, also genau hinzusehen, wo Veränderung eine Wirkung erzeugt, daraus protottypische Ideen zu entwickeln und diese auch gleich auszuprobieren – und dabei durch Fehler zu lernen zuzulassen. Und unter „gemeinsam“ verstehe ich Teams im Arbeitsalltag, aber dringend auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Ich habe ganz viele inspirierende Menschen aus Kiel getroffen bei der Veranstaltung und arbeite inzwischen mit einigen von ihnen zusammen.

Porträt Wiebke SkalaWiebke Skala

  Mich hat die Idee beeindruckt Mitarbeiter*innen wirklich Verantwortung zu übertragen und so zu besseren Ergebnissen zu kommen. Eine Produktionsfirma verzichtet auf Qualitätskontrollen - jede/r Mitarbeiter*in ist selbst verantwortlich für das Produkt. Das spart Geld für zusätzliche Kosten; das Produkt wird schneller geliefert und es gibt kaum Reklamationen. Die Kundenzufriedenheit ist super!

Mir stellt sich die Frage, wie und wo wir diesen Ansatz auf die Universität übertragen können.

Porträt Neele Ferley
Neele Ferley
  Mich begleitet, seitdem ich die Filme gesehen habe, sehr das Zitat von Christoph Hasse (Tele Haase Wien), der die Grundidee der Organisationsform anstrebt, ein perpetuum mobile der Organisation zu schaffen. Diese Idee finde ich großartig, denn dann könnten sich Führungskräfte  den Aufgaben eines Coaches widmen – ein Gewinn für die gesamte Organisation.

Porträt Diana Grimm
Diana Grimm

 

Für mich war spannend, wie in den vorgestellten Firmen Arbeiten auf Augenhöhe gelebt wird und wie dort die Entscheidungsstrukturen in flachen Hierarchien funktionieren. Das dieses Miteinander arbeiten tatsächlich gelingt und dass dabei alle von einem ausgesprochen guten Arbeitsklima berichten.

 

Mehr über die Initiative Augenhöhe und die Filme finden Sie hier:

http://augenhoehe-film.de  (erster Film)

http://augenhoehe-wege.de  (zweiter Film)


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